Negativer Entscheid des Baurekursgerichts
Lange ist es her, als wir hier das letzte mal einen Beitrag gepostet haben.
Nun, letzte Woche ist der Entscheid des Baurekursgericht des Kantons Zürich eingetroffen, der für uns leider nicht wirklich gut aussieht. Das Gericht hat den Rekurs von Orange gutgeheissen. Der Entscheid beinhaltet elf Seiten und kommt zum Schluss, dass die geplante Antenne das Gesamtbild unserer Siedlung nicht gesetzesrelevant beeinträchtigen würde.
Ob und wie wir jetzt weitermachen, wird sich in den kommenden Tagen zeigen…
Die Mobilfunkantenne an der Freiestrasse 48 darf gebaut werden…
Bis zum heutigen Tag haben wir noch keine weiteren Infos über den Entscheid der Baurechtskommission was den Bau der Mobilfunkanlage auf unserem Nachbar- Grundstück (Kesslerstrasse 13) angeht. Wir hoffen natürlich weiterhin das die Anlage nicht gebaut wird. Auch zum Thema “Leitfaden Mobilfunk” haben wir noch nichts neues gehört.
News gibt es von der Mobilfunkanlage an der Freienstrasse 48, die Stadt Schlieren hat die Baubewilligung erteilt, die Swisscom Antenne darf also gebaut werden. Da wir die einzigen gewesen sind, die den Baurechtentscheid angefordert haben (im Wert von 50.- Sfr), wird da aus unserer Sicht kein Rekurs erhoben und die Antenne wird wahrscheinlich wie geplant gebaut.
Bei der 5m hohen Antenne soll lediglich der Antennenmast über das Dach hinaus ragen, die gesamte Technik soll sich innerhalb des Gebäudes befinden.
Es fällt auf, dass bei allen Antennen Projekten die ich kennengelernt habe, die Grundeigentümer der Liegenschaften immer an einem anderen Ort wohnen…
Leitfaden Mobilfunk des Bundesamt für Umwelt BAFU
Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat Anfang dieses Jahr einen Leitfaden mit dem Thema Mobilfunk für Gemeinden und Städten herausgegeben. Der Leitfaden soll helfen strukturierter vorzugehen und zu erkennen welche Voraussetzungen und Abklärungen notwendig sind, bevor über Bewilligungen entschieden werden kann. Zudem soll aufgezeigt werden wie die Gemeinden und Städte die Standorte neuer Mobilfunkanlagen aktiv steuern können.
Gemäss dem Leitfaden soll es möglich sein, die Standortplanung auf dem Gemeindegebiet in sogenannte Zonen aufzuteilen und so auch Gebiete ausscheiden die als besonders ungeeignet für Mobilfunkanlagen erachtet werden. Im Leitfaden wird diese Aufteilung als Positiv-, Negativ- und Kaskadenplanung bezeichnet.
Mit Bezug auf diesen Leitfaden und die geplante Antenne an der Freienstrasse 48 wurde in Schlieren eine kleine Anfrage mit der Geschäftsnummer 919 gestellt. Die Fragen in der kleinen Anfrage interessieren uns natürlich auch sehr.
Hier der Wortlaut der Fragen:
1. Besteht oder läuft in der Stadt Schlieren eine Planung in Bezug auf Standorte für die Erstellung von Mobilfunkanlagen? Wenn nicht, gedenkt der Stadtrat eine solche Planung vorzunehmen? Falls nicht, wieso nicht?
2. Welche Schlüsse zieht der Stadtrat aus dem Leitfaden für Schlieren, resp. in welchem Bereichen hat die Stadt Schlieren Nachholbedarf?
3. Gedenkt der Stadtrat den Mobilfunkanbieter geeignete Standorte vorzuschlagen, resp.ungeeignete Standorte aufzuzeigen? Falls nicht, wieso nicht?
4. Hat der Stadtrat mit den Mobilfunkanbietern Vereinbarungen zur Erstellung von Mobilfunkanlagen getroffen? Falls nicht, wieso nicht? Falls ja, mit welchen und wie sehen diese aus?
Wir haben so das Gefühl, Mobilfunkantennen werden im mehr zum Thema und das nicht nur in Schlieren.
Beispiel aus dem Leitfaden mit einer Gemeinde mit Mobilfunkanlagen-Zonen.
(Quelle Bild: BAFU, Leitfaden Mobilfunk für Gemeinden und Städte, Seite 34)
Der Sturz des Holzgerüstes/ Bauprofil
Das am Montag kurz vor dem Besuch der Baurechtskommission, wieder aufgestellte Holzgerüst (Bauprofil) hat nicht lange Stand gehalten (Beitrag von Montag).
Das wieder aufstellen des Gerüstes hatte 2 min gedauert, der Wind gestern Nachmittag hat unsere Aussicht in ein paar Sekunden wieder hergestellt…
Wir deuten das als positives Omen!
Die Resten des umgefallenen Holzgerüstes (Bauprofil) wurden dann so gegen 19:00 noch ganz weggeräumt, momentan ist das Dach “wieder Frei”.

Baurechtskommission sieht sich den Standort vor Ort an
Das Bauprofil/ Holzgestell steht wieder…
Heute wurde der Standort der geplanten Mobilfunkantenne durch die Baurekurskommission vor Ort angeschaut. Dabei waren auch Vertreter von Orange, der Stadt Schlieren, Rechtsanwälte und Anwohner des Heimeliwegs. Kurz vor dem Besuch wurde auch das Bauprofil, welches der Wind im Februar umgestossen hatte, wieder aufgestellt.
Entschieden wurde noch nicht, wir hoffen natürlich dass die Baurekurskommission die Situation auch so sieht wie die Stadt Schlieren und wir. Bis jetzt hat sich eigentlich jeder, der das Foto mit dem Ausblick aus unserem Wohnzimmer gesehen hat, sofort auf unsere Seite gestellt. Leider wollte sich aber niemand aus der Delegation die Aussicht aus unserem Wohnzimmer ansehen.
Nach ein paar Monaten freie Sicht, sind wir nun wieder gezwungen bei jedem Blick aus dem Fenster an die geplante Antenne zu denken.
Noch eine weitere Mobilfunkantenne für Schlieren?
Der Entscheid der Baurechtskommission betreffed der geplanten Antenne an der Kesslerstrasse 13 ist noch am laufen. Inzwischen wurde letzte Woche wurde bekannt, das noch eine Bauausschreibung für eine weitere Mobilfunkantenne läuft. Die Antenne wird von Swisscom gebaut und soll an der Freiestrasse 48 in Schlieren gebaut werden.
Das Gebäude an der Freienstrasse 48 befindet sich c.a. 300m Luftlinie von der geplanten Antenne an der Kesslerstrasse 13.
Und einmal mehr stellen wir uns die Frage,
wieviel Antennen braucht Schlieren?
Heisst der Grundsatz hier:
mehr Wohnungen= mehr Einwohner= mehr Handys= mehr Antennen?
Ab dem 5.8.2010 kann für 20 Tage das Begehren für die Zustellung des Baurechts- Entscheid gestellt werden, natürlich nur gegen eine Gebühr von 50 Sfr.


Beitrag im Regiomagazin
Im Regiomagazin Baden/Wettingen/Limmattal ist über unseren Kampf gegen die geplante Antenne ein Beitrag mit dem Namen: “Störend, übereinstimmender, schlecht positioniert” erschienen.
Vielen Dank!
Wir möchten gerne nochmals auf die Petition: “Weniger Funkstrahlung” aufmerksam machen, die Sammlungsfrist wurde bis Ende Juni verlängert! Wer noch nicht unterschrieben hat, bitte herunterladen, unterschreiben und einsenden. Den Unentschlossenen empfehlen ich die “Broschüre zu Risiken der Funkstrahlung” einmal anzuschauen.
WEKO untersagt Zusammenschluss
Die WEKO hat den Zusammenschluss von Orange und Sunrise untersagt.
Was das für unseren Kampf gegen die geplante Mobilfunkantenne an der Kesslerstrasse in Schlieren heisst, ist schwer zu sagen. Die Hoffnung, das durch das zusammenlegen der Mobilfunknetze der weitere Standort in Schlieren nicht mehr interessant ist, ist nun nicht mehr all zu gross… Natürlich kann gegen den Entscheid der WEKO prozessiert werden.
Anderseits ist uns auch schon zu Ohren gekommen, das sich Orange bei negativen Entscheid der WEKO eventuell aus dem Schweizer Mark zurückziehen wolle. Gemäss Thomas Sieber (CEO von Orange) im Interview mit der Tagesschau ist das aber im Moment keine Option.
Orange will gegen den Entscheid rekurieren!
Unsere Freude hielt nicht lange…

Wie wir heute aus der Limmattaler Zeitung erfahren mussten, will Orange gegen den Entscheid der Stadt Schlieren rekurieren. Die nächste Instanz ist die Baurekurskommission. Wie bereits erwähnt, wir denken nicht das die Baurekurskommission das anders sehen wird als die Stadt Schlieren und wir. Es ist nur zu hoffen, das sich jemand ein Bild vor Ort machen wird!
Mit einem Entscheid ist in 4 bis 6 Monaten zu rechnen. Wir müssen wahrscheinlich den ganzen Sommer lang noch das “gefallene Gerüst” anschauen.
Unser Kampf geht also weiter…
Den kompletten Beitrag findet man auf Seite 25 im Regionalbund und kann hier im Download- Bereich heruntergeladen werden (Link).
Ein weiterer Artikel in der LiZ: “Etappensieg für Anwohner des Heimeliwegs”
Heute ist in der Limmattaler Zeitung ein weiterer Beitrag über unseren Kampf gegen die Mobilfunkantenne erschienen.
Wir sind der Meinung, das das grosse Interesse und das “aufmerksam machen” sicherlich zum ersten positiven Entscheid beigetragen hat!
Es ist an der Zeit Danke zu sagen, allen die uns unterstützt haben, uns Tipps und Ratschläge erteilten, die Petition unterschrieben haben und natürlich den Verantwortlichen der Stadt Schlieren.
Ein weiteres “Danke schön” natürlich auch der Limmattaler Zeitung!

Den kompletten Beitrag findet man auf Seite 15 im Regionalbund und kann hier im Download- Bereich heruntergeladen werden (Link).






